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Neues:
Der Dresdner Stadtrat hat die
Gelder für den Fernsehturm am 5. März 2026 bewilligt
und stimmte mit breiter Mehrheit für die Freigabe des städtischen
Finanzierungsanteils (rund 7,9 Millionen Euro) sowie für das
dazugehörige verkehrliche Maßnahmenpaket.
Oktober 2025 "Die Landeshauptstadt Dresden plant
gemeinsam mit Partnern, den Fernsehturm wieder für die Öffentlichkeit
zugänglich zu machen. Im Mittelpunkt steht die Idee, einen modernen
Erlebnis- und Begegnungsort zu schaffen - mit weiten Blick auf die
Stadt und ihre Geschichte(n). Geplant sind Panoramaplattform,
Gastronomie, interaktive Ausstellungen zur Technik-, Stadt- und
Mediengeschichte, ein barrierefreies Erschließungskonzept und die
Erhaltung des Sendebetriebes für Rundfunk, Fernsehen und Mobilfunk.
Der Fernsehturm soll wieder ein Ort werden, den man gern besucht,
erlebt und mitgestaltet. Als Symbol für Zusammenhalt, Aufbruch und
Weitblick bietet er Platz für Begegnungen, Kultur und neue Ideen"
Text: Landeshauptstadt Dresden
Dresdner Fernsehturm soll
wiedereröffnet werden Der Bund stellt 12,8 Millionen Euro
als Denkmalförderung bereit. Land und Stadt wollen sich an der
Sanierung beteiligen.
Sächische Zeitung vom 08.11.2018
Wir wollen den Dresdner Fernsehturm wieder als touristisches Ausflugsziel für unsere Region
Online-Petiton
(aktiv bis 05.05.2015) Ergebnis: 23.033 Unterstützende
"Wir fordern die Politik des Freistaates Sachsen auf, dieses Ziel zu unterstützen und dafür mit der Stadt Dresden sowie der Telekom, als Eigentümerin des Funkturmes, nach Lösungen zu suchen.
Begründung: Wir möchten dem 252 m "langen Kerl" wieder Leben einhauchen. Immerhin ist er der zweithöchste Fernsehturm in Ostdeutschland, ein technisches Denkmal und gehört einfach zum Dresdner Stadtbild sowie zu unserem Freistaat dazu."
Im Namen aller Unterzeichner/innen. Dresden, 06.11.2014
Ein
denkmalgeschütztes Gebäude
1969, als die DDR nach dem Mauerbau wirtschaftlich und politisch eine
gewisse Stärkung nach innen und außen erfuhr, demonstrierte die Staatsführung
auch anhand von ehrgeizigen Bauprojekten ihre vermeintliche Souveränität.
Der Berliner Fernsehturm (1969), das Leipziger Unihochhaus (1971),
der Jenaer Uniturm (1973) sind nur die bekanntesten Beispiele für
jenes neue Selbstbewusstsein des "ersten sozialistischen Staates auf
deutschem Boden". Auch in der drittgrößten Industriestadt der DDR,
der Bezirksstadt Dresden, sollte dieser neue vorwärtsweisende Geist
nachhaltig demonstriert werden.
Natürlich stehen solche Funktürme auch für den damaligen
Fortschrittsoptimismus einer noch ungebrochenen Nachkriegsmoderne
- in Ost- wie Westdeutschland. Das Landesamt für Denkmalpflege hat
das Gebäude unter Denkmalschutz gestellt, weil es "bau- und technikgeschichtlich
bedeutend und eines der größten Bauwerke dieser Art in Deutschland" sei.
Himmelstürmende Eleganz
Gebaut mit hohem Anspruch - futuristisch, stolz und elegant ragt die
schlanke Nadel des Turms 252 Meter in die Höhe. Ein Sektkelch hätte
den Architekten Kurt Novotny zu dieser Form angeregt, hieß es
damals in den Zeitungen.
Dieses Gebäude auf den Wachwitzer Höhen nahm keine Rücksicht auf die
bürgerliche Villenbebauung im benachbarten Loschwitz. Ganz im Gegenteil
sollte es die Überlegenheit des sozialistischen Gesellschaftssystems
repräsentieren und einen kühnen Blick in die Zukunft werfen. Doch
der Standort war geschickt gewählt. Weit ab vom Stadtzentrum und doch
auf einer der höchsten Stellen des Stadtgebietes gelegen bot er einen
idealen Standort, das Funktionale mit dem Ästhetischen zu verbinden
und sich gleichsam in die Landschaft einzugliedern.
Im Gegensatz zu manch anderen Betonbauten aus den 1960er und -70er
Jahren löst der Fernsehturm bei vielen Dresdnern Sympathie aus. Er ist
zu einer ins Weichbild eingegangenen Landmarke geworden, die von allen
umliegenden Bergen gut zu erkennen ist und trotz oder gerade wegen
ihrer gewagten herausragenden Höhe durchaus Akzeptanz findet.
Konstruktion
Der Dresdner Fernsehturm ist
252 Meter hoch, hat einen Schaftdurchmesser von 21 Metern und ein
Gesamtgewicht von rund 7300 Tonnen. Dieses Gewicht ist im festen
Lausitzer Granit des Elbhanggesteins gegründet. Sie besteht
aus einem 6 m tiefen
Stahlbeton-Ringfundament. Der Elbhang ist starken, unregelmäßigen
Winden und Aufwinden ausgesetzt. Ein starrer Turm würde bei Orkanen
brechen. Hermann Rühle kalkulierte die Elastizität des Stahlbetons so,
dass der Turm schwingen durfte (theoretisch bis zu einem Meter).
Hermann Rühle
Der Tragwerksplaner Hermann
Rühle war ein weltweit anerkannter Experte für Schalen- und
Betonbauweisen; seine mathematischen Näherungsverfahren für
Flächentragwerke waren wegweisend. An der TU Dresden betreute Prof.
Rühle u.a. die wegweisende Diplomarbeit des späteren „Schalenkönigs“
Ulrich Müther über „Hyperbolische Paraboloidschalen “. Für die
Konstruktion des Dresdner Fernsehturms konsultierte Rühle den
berühmten Brücken- und Turmbau-Ingenieur Fritz Leonhardt (Erbauer des
Stuttgarter Fernsehturms, Fertigstellung 1956), um sich wertvolle
Ratschläge für den Bau des Betonschafts zu holen.
Das
Turmbauwerk des Dresdner Turms besteht, so Kulturdenkmal Freistaat
Sachsen, in den unteren zwei Dritteln aus einer monolithischen
Stahlbetonkonstruktion, den oberen Abschluss bildet ein Antennenträger
aus glasfaserverstärktem Kunststoff. Der Dresdner Fernsehturm ist
ein Paradebeispiel dafür, wie Schalenbau- Leichtbauprinzipien auf ein
vertikales Großbauwerk angewendet wurden, um maximale Eleganz bei
minimalem Materialeinsatz zu erreichen, ein Meisterwerk Dresdner
Ingenieurbaukunst der 1960er Jahre!
Weitere technische
Details zum Fernsehturm in Dresden Wachwitz beim VDE (Verband
der Elektrotechnik, Elektronik Informationstechnik e.V.):
www.vde.com
Erhabenes Panorama auf ein Kulturerbe von Weltrang
Der Fernsehturm in Dresden war vor der Epochenzäsur 1989 ein beliebtes Ausflugsziel
- zwei Café-Geschosse in rund 150 Meter Höhe versprachen eine gute
Rundumsicht, sofern der Dunst des Elbtals es zuließ. Von den Tafelbergen
der Sächsischen Schweiz über die Höhenzüge des Erzgebirges bis hin
zu den Weinbergen Radebeuls konnte der Blick die leicht bewegte sächsische
Landschaft umfassen. Nicht umsonst wurde der Fernsehturm als besondere
Sehenswürdigkeit in den touristischen Prospekten aufgelistet und
von vielen als Wahrzeichen des modernen Dresdens empfunden. Auch er
gehört mittlerweile unverzichtbar in die "gewachsene Symbiose
von Stadt, Kultur und Landschaft im Elbtal" (Kulturleitbild
Dresdens). Aus erhöhter Perspektive machte der Tower erst
den vielfältigen landschaftlichen Reichtum des Weltkulturerbes
Dresdner Elbtal sichtbar, das die UNESCO-Welterbekommision
am 2. Juli 2004 in den Rang einer Welterbestätte geadelt hatte. Auch wenn dieser Status im Juni 2009 wegen Streitigkeiten um den Bau der Waldschlösschenbrücke wieder aberkannt wurde, bleibt die exklusive Besonderheit einer herausragenden Kulturlandschaft.
Interessant auch: vorgesehen war, am Fuß des
Fern-Seh-Turms ein zusätzliches Restaurant zu errichten mit 250 Plätzen und 300 Freisitzplätzen. Diese Planungen wurden nicht umgesetzt.
Leider wurde der Fernsehturm aus finanziellen Gründen, wie viele
andere TV-Türme (z.B. Turm am Kyfhäuser), Anfang der 1990er Jahre von
der deutschen Telekom geschlossen. Die Firma nutzt die technischen
Anlagen mit dem Sendemast für ihre Übertragung.
Im November 2004 gründete sich der Verein Freundeskreis
Fernsehturm Dresden
zur Wiederbelebung der ehemals jedem zugänglichen Aussichtsetagen.
"Eine
breite Unterstützung ist gefragt", heißt es in dem Rundschreiben von
Diplomingenieur Eberhard Mittag als Vorsitzender des Vereins, mit
dem der Freundeskreis einfache Dresdner, aber auch Firmen, Künstler
und Politiker für das Projekt gewinnen will. Gedacht ist beispielsweise
an Stifterbriefe, um den Telespargel sanieren und damit wieder der
Öffentlichkeit zugänglich machen zu können. (DNN, 19.11.2004)
Zivilgesellschaftliches Engagement
www.VereinFernsehturmDresden.de
Bitte stärken Sie durch eine Mitgliedschaft diesen Verein, damit
der Turm auch in Zukunft wieder allen Dresdnern und Gästen der
Elbestadt zugänglich ist ! Mit nur 12 Euro Jahresbeitrag könnten
auch Sie ein Zeichen für moderne Baukultur und landschaftlichen
Respekt, der sich besonders von dieser Höhe erschließt,
setzen.
Online Petition:
Wir wollen den Dresdner Fernsehturm wieder als touristisches Ausflugsziel!
https://www.openpetition.de/petition/online/wir-wollen-den-dresdner-fernsehturm-wieder-als-touristisches-ausflugsziel
13.08.2013 bis 12.02.2014
Ergebnis:
11 642 Unterzeichner
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Blick vom Dresdner
Fernsehturm
(Januar 2004), von Eberhard Mittag

Grundriss: 2-geschossiges Turmcafé -
132 Plätze

Modell Fernsehturm
von 2018, gebaut von der Dresdner Firma
Die Macher. Das Modell steht seit Herbst 2025 neben dem Dresdner
Stadtmodell im 1. OG des neuen Stadtforums. Foto: T.Kantschew 2025,
Vergrößerung,
Gesamte Ansicht
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