Kraftwerk Mitte als neuer Kulturstandort
Staatsoperette und Theater der Jungen Generation (TJG) im Zentrum

 

Architekt:      Hochbauamt Dresden (Konzept)
Vorplanung:   Walter Kaplan
Wettbewerb:  evtl. 2008- 09
Adresse:       Wettiner Platz
/ Ehrlichstraße

Konzept Kraftwerk Mitte als neuer Kulturstandort- April 2008
vom Hochbauamt Dresden - detaillierte Pläne als pdf bei:
www.dnn-download.de/pdf/00001573.pdf


Die Planung sieht zwei Theater und einen Kunsthof vor.

Grundriss Erdgeschoss von Operette und TJG


Querschnitt durch die Altbauten und den neuen Anbau


Ansicht West


Blick auf die umzunutzenden Altbauten des Bestandes, Foto: Mai 2010 TK



Operette und Theater Junge Generation ziehen ins leerstehende Kraftwerk Mitte.
Die Stadt Dresden will das Industrieareal zu einem Kultur-Quartier gestalten. Das löst endlich die jahrelange, bisher erfolglose Suche nach einem neuen innerstädtischen Standort für das beliebte Operetten- und Musicaltheater, welches von der Pheriepherie in Leuben in die Mitte umziehen möchte. Gleichzeitig soll das ebenfalls am Stadtrand angesiedelte Theater der Jungen Generation (TJG) ins Kraftwerk umziehen, was Einsparmöglichkeiten in Bezug auf Technik, Verwaltung und Theatergewerke ermöglicht.
Die pragmatische Umnutzung des alten, seit Jahren brach liegenden Kraftwerkes würde damit einer sinnfälligen neuen Nutzung zugeführt. Seit Jahren gab es für dieses Areal Nutzungsvorschläge, die alle nicht realisiert werden konnten.

Beide Spielstätten - Operette und TJG - sollen im Kraftwerk von einer Passage vom Wettiner Platz erschlossen werden. Für die Operette wird das ehemalige Maschinenhaus, erbaut um 1890, genutzt. Es wird das Foyer, Gastronomie, Garderoben, Probebühnen und Technikräume aufnehmen. In Richtung Ehrlichstraße soll ein schlichter Anbau für den Zuschauerraum mit 700 bis 850 Plätzen, den gesamten Bühnenbereich und Künstlergarderoben erfolgen. Die Form des Neubaus ist in der bisherigen Skizze streng kubisch. Freunde des heiteren Musiktheaters werden sich in der konkreten Ausführung des Theatersaales noch etwas mehr Leichtigkeit und Schwung wünschen.

Neben dem Neubau soll ein gemeinsames Werkstattgebäude für die Staatsoperette und das Theater Junge Generation errichtet werden.
Für das Theater Junge Generation soll das ehemalige Umspannwerk verwendet werden. Der besondere Clou wäre die im Original erhaltene Schaltwarte aus dem Jahr 1928, die als Foyer genutzt werden würde.

Abriss und Neubau
Das ehemalige imposante Kesselhaus von Paul Wolf aus dem Jahre 1928 wurde 2006 abgerissen. Mit gutem Willen hätte man in dieser grandiosen Ikone großstädtischer Industriearchitektur die Operette gut unterbringen können, aber 2006 liefen noch Pläne für einen Neubau am Wiener Platz. Nun entsteht an der gleichen Stelle des abgerissenen Kesselhauses ein Neubau für den Saal und die Seiten- bzw. Hinterbühne.
Das Konzept geht in die Aussschüsse des Stadtrates, der am 3. Juli 2008 darüber entscheidet. Danach gibt es eine europaweite Architekten Ausschreibung. Die Fertigstellung des ambitionierten Projektes wäre nicht vor 2014 geplant.

Insgesamt stellen diese Pläne eine erfreuliche Lösung für die lange aufgeschobenen Probleme dar. Das Kraftwerk-MItte als neuer Kulturstandort könnte erheblich zur Belebung der Wilsdruffer Vorstadt und der angrenzenden Friedrichstadt beitragen, zudem erhofft man sich auf bessere Touristenangebote, jenseits von Semperoper und Schauspielhaus in einem potentiell urbanen Stadtteil. Gleich gegenüber am Wettiner Platz liegt z.B. die Musikhochschule mit einem erstklassigen neuen Aufführungssaal.


Ausführlicher Pressespiegel zum Thema auf:
www.operette-im-zentrum.de



Platz für Zukunft: Gelände des ehemaligen Heizkraftwerkes mit Blick auf den Altbaubestand, in
den die Staatsoperette und das Theater der Jungen Generation einziehen sollen. Foto: Mai 2010 TK